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Der tschechischen Böhmerwald, das österreichischen Mühlviertel und der Bayerische Wald bildet eine für Mitteleuropa einzigartige Natur- und Kulturlandschaft. Grosse zusammenhängende Waldgebiete und vergleichsweise dünne Besiedlung sind der Grund für das Vorkommen von Tier- und Pflanzenarten, die im übrigen Bundesgebiet schon äusserst selten oder bereits ausgestorben sind. Im Bereich Artenschutz nimmt der Naturpark Bayerischer Wald deshalb eine Sonderstellung unter den deutschen Naturparken ein.
Auch das Auerhuhn - das Wappentier des Naturparks - ist ohne spezielle Schutzprogramme akut in seinem Bestand gefährdet. Die Erhaltung der Artenvielfalt der Region und die Sicherung der Vorkommen von besonders seltenen Arten wie Luchs, Fischotter, Perlmuschel, Wachtelkönig oder Holunderorchis bildet deshalb einen Schwerpunkt der Arbeit des Naturparkvereins. Da es sich bei diesen Arten um sogenannte „Leitarten“ handelt, also Arten mit sehr hohen Ansprüchen an die Qualität ihrer Lebensräume, werden mit diesen speziellen Schutzkonzepten auch eine Vielzahl weiterer seltener Arten mit ähnlichen Lebensraumansprüchen und auch die entsprech-enden Lebensräume geschützt und erhalten.
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